Wirtschaftwoche: Schmuck und Diamanten als Wertanlage

Wo kann man Schmuck günstiger einkaufen?

Heinrich Butschal, Goldschmied und Gutachter aus München, untersucht und begutachtet schon seit 40 Jahren Edelmetalle und Edelsteine. Er kennt die Maschen der Fälscher und Betrüger, wenn es um Schmuck und Juwelen geht. „Die Fälschungen werden mit den Prüfmethoden immer besser“, sagt Butschal. „Es gibt auch teure und hochwertige Fälschungen. Dann ist einem Goldbarren nicht anzusehen, ob er echt oder gefälscht ist.“ Im Grunde, so der Schmuckexperte, hat der Laie keine Chance, Steine und Edelmetalle als Imitate oder Fälschungen zu erkennen.

Betrüger treiben großen Aufwand

Dass Schmuckkäufer auf Betrüger hereinfallen, passiert auch nicht nur Touristen. Butschal berichtet von einer in Deutschland lebenden Türkin, die sich aus Antalya einen Verlobungsring für 2000 Euro mitgebracht hat. Zurück in Deutschland kamen ihr wohl Zweifel an ihrem landsmännischen Händler. Butschal begutachtete den Ring – und eröffnete seiner Kundin, dass so ein Ring aus Silber mit künstlich hergestelltem Zirkonia-Schmuckstein hierzulande für 199 Euro erhältlich sei.

Weit krasser schildert der Schmuckexperte den Fall eines jungen Deutschen, der nach einem Urlaub in Zentralafrika eine Einheimische heiratete. Kurz nach der Hochzeit erfuhr er, dass der Onkel der Braut dieser angeblich 50 Kilo Gold in einem Bankschließfach vermacht habe. Das Brautpaar wollte den Goldschatz nach Deutschland überführen und dort zu Geld machen – immerhin heute mehr als 35.000 Euro pro Kilo, insgesamt nach heutigen Maßstäben also rund 1,7 Millionen Euro. Aber nachdem der junge Bräutigam von Deutschland aus mehr als 50.000 Euro für Gebühren und Transferkosten vorgestreckt hatte, machten sich die Braut und der angebliche Transporteur des Goldes aus dem Staub. Nicht nur das Geld, auch die Frau war weg.

Echte Schnäppchen gibt es nicht

Hätte das Betrugsopfer darauf bestanden, das Gold vor der Begleichung angeblicher Transaktionskosten zu sehen, wäre ihm der Verlust vielleicht erspart geblieben, schließlich gab es gar kein Gold. Hätten die Betrüger ihm dennoch eine Probe vorgelegt, hätte er sie zumindest untersuchen können. Ein Goldhändler, dem man das Gold zum Kauf anbietet, hätte vergoldetes Messing, Kupfer oder Wolfram jedenfalls sicher erkannt.

http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/schmuckkauf-im-urlaub-vorsicht-vor-schnaeppchen-bei-gold-und-edelsteinen/20175464.html

Entstehung der Riesen-Diamanten wissenschaftlich erklärt

Koh-i-Noor und Co entstanden in Blasen aus flüssigem Metall.

Große Diamanten des Typs IIB die besonders rein und weiss sind waren schon immer in den Augen der Sammler etwas besonderes. Jetzt hat man entdeckt dass sie anders entstanden sind als  die normalen Diamanten die bei hohen Drücken in der Erdkruste entstanden sind, meist in einer Tiefe von bis zu 120 Kilometern. https://www.schmuck-boerse.com/diamant/5/detail.htm

Diese seltenen, großen und sehr reinen Golconda Diamanten wurden aufgrund neu untersuchter Metalleinschlüsse auf eine Entstehungstiefe von  400 bis 600 Kilometern unter der Erdoberfläche lokalisiert. Sie sollen in Blasen flüssigen Metalls entstanden sein.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20958-2016-12-16.html

Riesige Rohdiamantenfunde von 1,111ct bis 47.33 ct

19 November 2015

Entweder Zufall oder bessere Minentechniken sorgen für Funde sehr großer und reiner Diamanten. Ein Typ IIB (das beste was man sich an Qualität wünschen kann bei Diamanten) ist in Botswana gefunden worden.
Hier der Bericht in Englisch dazu:
http://business.financialpost.com/news/mining/canadian-miner-lucara-uncovers-1111-carat-diamond-believed-to-be-second-largest-ever-found

Und ein kleinerer von 47.33 ct ist auf dem Weg zur Schleiferei in Europa. Ich bin gespannt ob hier ein schöner Lupenreiner 20-Caräter rauskommt und wir ihn zum vermarkten bekommen.

Riesige Rohdiamantenfunde von 1,111ct bis 47,33 ct

Entweder Zufall oder bessere Minentechniken sorgen für Funde sehr großer und reiner Diamanten. Ein Typ IIB (das beste was man sich an Qualität wünschen kann bei Diamanten) ist in Botswana gefunden worden. Hier der Bericht in Englisch dazu:
Canadian miner Lucara finds 1,111-carat diamond — believed to be second-largest ever

Und ein kleinerer von 47.33 ct ist auf dem Weg zur Schleiferei in Europa. Ich bin gespannt ob hier ein schöner Lupenreiner 20-Caräter rauskommt und wir ihn zum vermarkten bekommen.

Diamanten als Anlage

10 Dezember 2014

Ein Kunde schrieb mir heute:

Sehr geehrter Herr Butschal,

Mein Anlagehorizont wird eher 20 Jahre sein und die Summe die ich bereit bin zu investieren sind 20.000€.

Für mich ist das sehr viel Geld. Bin vom Beruf…. und seit 15 Jahren in Deutschland. …. Hiermit wollte ich kurz etwas zu meiner Person schreiben weil ich nicht will das es so rüberkommt als wäre ich jemand aus reichem Hause der seine Freundin eine Kleinlichkeit zum Weinachten schenkt.

Ich würde gerne etwas einzigartiges, seltenes erwerben. Keine Kunst deswegen auch kein Ring usw. da ich dann unter anderem die Arbeit des Goldschmiedes zahle. Deswegen der Brillant den ich beschrieben habe (IF, D, Cut Exzellent, 1 Karat , Polierung Exzellent). So ein Stein wird längerfristig an Wert gewinnen oder?

Mit freundlichen Grüßen

M.H.

Darauf habe ich geantwortet und ich denke das es auch auf andere, ähnliche Fragen zutrifft:

Sehr geehrter Herr M.H.,

die Zukunft kennt keiner auch die Fachleute nicht auch wenn viele so tun als ob sie es wüssten.
Man kann immer von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen, das funktioniert in den meisten Fällen, aber hin und wieder ändern Entwicklungen Ihre Richtung, manchmal auch abrupt und dagegen ist keiner gefeit.

In der Vergangenheit sind sehr gute Diamanten ab einem Karat überproportional im Wert gestiegen. Hier gibt es auch ein „Aber“.
Gleichzeitig sind in etwa im 10-jahresrhytmus die Anforderungen für einen Spitzenstein ebenfalls gestiegen. So, das als lupenrein betrachtete Steine von 1970, heute vielfach nur vvsi sind. Bei der Schliffbeurteilung ist oberhalb von „sehr gut“ die Rubrik excellent eingeführt worden und viele ältere Steine fallen dann aus der neuen Spitzenbewertung raus.
Wenn sie nachgeschliffen würden um die neue Spitzenbewertung wieder zu bekommen, dann wären auch viele zu klein, das rentiert sich also oft auch nicht.

Dafür wäre es gut wenn ein Stein nicht allzu knapp über 1 Carat liegt sondern spürbar drüber auch um eventuelle Schäden nachschleifen zu können und trotzdem
über 1 carat zu bleiben.

Ich müsste Ihnen also einen Stein empfehlen der bei ca. 1,2 Carat liegt und nach heutigen Kriterien nicht nur in Schliff, Reinheit und Farbe alle Spitzenkriterien erfüllt sondern diese auch jeweils im obersten Bereich erfüllt damit Sie auf der sicheren Seite sind was die zukünftige Klassifizierung anbetrifft, damit Sie die Chance auf überproportionalen Wertzuwachs haben.

Dafür würden aber 20.000,- Euro bei weitem nicht ausreichen.

Andererseits gibt es den Merksatz: Der Gewinn liegt im Einkauf

Wenn Sie nach günstigen Gelegenheiten schauen und relativ gute Steine zu kaufen wenn gerade ein Notverkauf ansteht, dann haben Sie schon im Einkauf eine Menge gespart.

Da ist dann second hand mit einem Gutachten, das nicht allzu alt ist, die bessere Wahl.
Auf der Schmuckbörse habe ich dazu etliche attraktive  Angebote.

Mit freundlichen Grüßen

Heinrich Butschal